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Deine Speisekarte kannst Du übernehmen. Deine Gäste, Deine Bewertungen und der Platz in der App bleiben zurück, und das bestimmt, wie Du den Umzug angehst.

Lesezeit
6
Min.
Von
Team SOUS
Veröffentlicht
Kernpunkte
Dieser Artikel kurz gefasst
Produktnamen, Beschreibungen, Preise, Kategorien und Deine eigenen Fotos kannst Du in Deinen eigenen Shop übernehmen.
Deine Gästedaten und Deine Bewertungen bleiben bei Lieferando, und der Platz, den Du Dir in der App erarbeitet hast, verschwindet, sobald Du dort aufhörst.
Liefert Lieferando, gehen von einer Pizza für 18 € bei bis zu 30 % rund 5,40 € Provision ab, und in Deinem eigenen Shop kannst Du sie auf 16 € setzen und trotzdem mehr behalten.
Schalt die Plattform nicht ab, denn sie bringt Dir weiter Gäste, die Dich vorher nicht kannten, während Dein eigener Shop daneben anläuft.
Deine Speisekarte, Deine Preise, Deine Produktbeschreibungen und Deine Fotos kannst Du in Deinen eigenen Shop übernehmen. Deine Gäste und Deine Bewertungen bleiben zurück, und der Platz, den Du Dir in der App erarbeitet hast, kommt ebenfalls nicht mit. Die Karte ist damit der einfachste Teil des Umzugs, während Du Dir für Deine bestehenden Besteller selbst einen Weg zurück bauen musst, denn Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer hast Du nie bekommen.
An Deinen Preisen ändert sich dabei ebenfalls etwas. Auf einer Direktbestellung liegt keine Plattformprovision von rund 13 % bis zu 30 %, sondern eine Servicegebühr, bei Abholung ab 1 % und bei Lieferung ab 3 %. Damit kannst Du unter Deinem Plattformpreis liegen und trotzdem mehr behalten, also legst Du neu fest, was Deine Gäste in Deinem eigenen Shop bezahlen.
Was kommt mit?
Der Inhalt Deiner Karte gehört Dir. Produktnamen, Beschreibungen, Preise, Kategorien, Optionen und Zuschläge hast Du selbst eingetragen, und Du kannst sie in Deinem eigenen Kanal wiederverwenden.
Bei Fotos wird es etwas kniffliger. Hast Du sie selbst machen lassen, gehören sie Dir und Du kannst sie überall einsetzen. Sind sie von der Plattform oder über sie entstanden, schau in Deinen Vertrag, bevor Du sie woanders veröffentlichst. Das ist selten ein Problem, aber Du willst es einmal geklärt haben, bevor die Bilder in Deinem Shop stehen.
Was bleibt zurück?
Ein Teil von dem, was Du auf der Plattform aufgebaut hast, bleibt dort stehen, und es lohnt sich, das vor dem ersten Schritt genau zu wissen.
Deine Gästedaten bleiben bei Lieferando: Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bestellhistorie kannst Du nicht mitnehmen, weil Du sie nie hattest. Deine Bewertungen bleiben ebenfalls dort, denn sie hängen an Deinem Profil auf der Plattform. Und der Platz, den Du Dir in der App erarbeitet hast, verschwindet in dem Moment, in dem Du aufhörst, sodass neue Gäste Dich dort nicht mehr finden.
Schalt deshalb nichts ab. Dein eigener Shop kommt daneben, und die Plattform bringt Dir währenddessen weiter Gäste, die Dich vorher nicht kannten.
Warum Deine Preise sinken können
Deine Marge rechnet sich in Deinem eigenen Shop anders als auf einer Plattform. Wenn Du bei Lieferando einen höheren Preis nimmst als im Laden, fängst Du damit die Provision auf, und das ist nachvollziehbar: was pro Bestellung abgeht, muss irgendwo herkommen. In Deinem eigenen Shop fällt dieser Abzug weg. Auf Direktbestellungen zahlst Du bei SOUS Commerce Launch und Grow eine Servicegebühr, bei Abholung ab 1 % und bei Lieferung ab 3 %, dazu die Transaktionsgebühren der Zahlung selbst.
Ein Hinweis, bevor Du rechnest: Lieferando veröffentlicht keine offizielle Preisliste für Restaurants. Was mehrere Branchenquellen übereinstimmend nennen, sind circa 13 % im Marketplace-Modell, also wenn Du selbst lieferst oder der Gast abholt, und bis zu 30 %, sobald Lieferando den Fahrer stellt (gastro-master.de, delovery.io, gastroinsider.de, deliverest.de, abgerufen am 31. August 2026). Nimm die Zahlen als Größenordnung und lies nach, was in Deinem eigenen Vertrag steht.
Nimm eine Pizza für 18 €. Liefert Lieferando, gehen bei bis zu 30 % rund 5,40 € ab und Dir bleiben 12,60 €. Setzt Du dieselbe Pizza in Deinem eigenen Shop auf 16 €, bleiben Dir vor Transaktionsgebühren 16 €, also 3,40 € mehr als über die Plattform. Lieferst Du in diesem Szenario selbst, kommen die Kosten für Fahrer oder Lieferpartner bei Dir noch dazu, während sie bei Lieferando in der Provision stecken; der Vergleich ist also nur fair, wenn Du diese Kosten mitrechnest. Der Gast zahlt trotzdem weniger: seit dem 2. April 2025 kommt bei Lieferando eine Servicegebühr dazu, die er selbst trägt, 5 % gedeckelt bei 1,49 € wenn Lieferando liefert. Auf 18 € sind das 90 Cent, seine Rechnung steht also bei 18,90 € gegenüber 16 € bei Dir.
Lieferst Du selbst oder holt der Gast ab, fällt der Unterschied kleiner aus. Bei circa 13 % gehen von den 18 € rund 2,34 € ab und Dir bleiben 15,66 €, gegenüber 16 € im eigenen Shop; für den Gast liegt die Servicegebühr dann bei 2,5 %, gedeckelt bei 0,99 €, auf 18 € also 45 Cent. Der Sprung in Deiner Marge ist in diesem Szenario klein. Der Unterschied liegt woanders: Du weißt, wer bestellt hat, und kannst diesen Gast beim nächsten Mal selbst erreichen.
Bevor Du Deine Preise senkst, noch ein Punkt aus dem Vertrag. Das Bundeskartellamt hat 2023 eine Preisparitätsklausel in den Bedingungen von Lieferando (Yd. Yourdelivery GmbH) geprüft, also die Vorgabe, dass Du Deine Gerichte auf keinem anderen Kanal günstiger anbieten darfst. Das Verfahren wurde am 12. Juli 2023 aus Ermessensgründen eingestellt, ohne Urteil über die Rechtmäßigkeit der Klausel (bundeskartellamt.de, Pressemitteilung vom 12. Juli 2023). Prüf deshalb selbst, was in Deinem Lieferando-Vertrag zur Preisparität steht, bevor Du in Deinem eigenen Shop günstiger anbietest.
Übernimm Deine Karte also nicht eins zu eins, denn das hier ist der Moment, in dem Du Deine Preise einmal komplett durchgehst.
In welcher Reihenfolge gehst Du vor?
Hol Deine Karte in den Storefront-Generator und setz die Preise Deines eigenen Shops. Er findet Deinen Betrieb über Google Places und übernimmt die Karte von Deiner Lieferando- oder Wolt-Vermelding. Nicht die Plattformpreise übernehmen, denn hier fällt diese Entscheidung.
Prüf Öffnungszeiten und Verfügbarkeiten. Ein Shop, der um 22.30 Uhr noch Bestellungen annimmt, während die Küche um 22 Uhr schließt, kostet Dich in der ersten Woche einen verärgerten Gast.
Regel die Lieferung. Lieferst Du selbst oder bietest Du nur Abholung an, ist das schnell erledigt. Willst Du liefern lassen, ohne Fahrer einzustellen, dann verbindet SOUS Dich mit zuverlässigen Lieferpartnern.
Sorg dafür, dass Gäste Deinen Shop finden. Deine Einträge müssen bei Google, Maps und inzwischen auch in ChatGPT stimmen. SOUS Spotlight aktualisiert Öffnungszeiten, Menüs und Fotos überall gleichzeitig, für einen oder mehrere Standorte, verbunden mit 45 wichtigen Suchmaschinen.
Gib Deinen bestehenden Bestellern einen Grund zu wechseln. Ihre Daten hast Du nicht, also läuft das über den Laden selbst: ein QR-Code auf der Verpackung, eine Karte in der Tüte, ein Schild an der Theke, ein Angebot auf dem Bon.
Lass die Plattform laufen und miss den Unterschied. Schau auf den Anteil der Direktbestellungen, und bei mehreren Läden machst Du das pro Standort.
Brut172 ging an einem Tag in den Niederlanden landesweit live und erreichte über 600 Gäste in zwei Ländern.
Was ändert sich für Deine Küche?
Wenig, und das ist Absicht: Ein eigener Shop reicht Bestellungen so durch, wie Du sie heute auch hereinbekommst. Was sich ändert, ist, dass Du selbst festlegst, wann Du für Bestellungen geöffnet hast, welche Gerichte verfügbar sind und wie lange Deine Zubereitungszeit ist. Auf einer Plattform steht das oft in einem System fest, das nicht weiß, dass Dein Herd halb kaputt ist.
Häufige Fragen
Muss ich meine ganze Speisekarte neu eintragen?
Nein. Im Storefront-Generator suchst Du Deinen Betrieb über Google Places, und der Generator holt Deine Karte von dort, wo Du gelistet bist, auch bei Lieferando. Nimm den Vorschlag trotzdem als Anlass, einmal durchzugehen: Preise, Kategorien, Optionen und die Gerichte, die ohnehin kaum jemand bestellt.
Kann ich meine Bewertungen mitnehmen?
Nein, Bewertungen hängen an Deinem Profil auf der Plattform. Was Du tun kannst: ab dem ersten Tag selbst Bewertungen auf Deinem eigenen Google-Profil sammeln, denn die gehören Dir und helfen Gästen, Dich zu finden, wenn sie in der Nähe nach Essen suchen.
Verliere ich Gäste, wenn ich wechsle?
Nur wenn Du die Plattform abschaltest. Lässt Du sie laufen, verlierst Du nichts und baust einen zweiten Kanal neben dem bestehenden auf.
Muss ich dieselben Preise nehmen?
Nein, und genau darum geht es. Auf Direktbestellungen liegt keine Plattformprovision von rund 13 % bis zu 30 %, sondern eine Servicegebühr, bei Abholung ab 1 % und bei Lieferung ab 3 %, und damit kannst Du unter Deinem Plattformpreis liegen und trotzdem mehr behalten. Schau vorher nach, was in Deinem Vertrag zur Preisparität steht.
Brauche ich eine neue Website?
Nein. SOUS Commerce lässt sich in Deine bestehende Website integrieren oder steht als eigener Shop daneben, den Du aus Deinen eigenen Kanälen verlinkst.





