/
Visibility
Eine Schritt-für-Schritt-Checkliste, um Dein Google Unternehmensprofil als Gastronomiebetrieb vollständig einzurichten.

Lesezeit
8
Min.
Von
Team SOUS
Veröffentlicht
Kernpunkte
Dieser Artikel kurz gefasst
Dein Google Unternehmensprofil ist der wichtigste Eintrag Deines Betriebs: es entscheidet, ob Gäste Dich auf Maps, in Suchergebnissen und in KI-Antworten finden.
Attribute, eine aktuelle Speisekarte und regelmäßige Google Posts sind die drei Elemente, die die meisten Gastronomiebetriebe überspringen und die den größten Unterschied machen.
Der schnellste Weg zu prüfen, wie Dein Profil abschneidet, ist der kostenlose KI-Scan. Er zeigt Deine Sichtbarkeit auf Google, Maps und in KI-Suchmaschinen auf einen Blick.
Dein Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der Eintrag, den Gäste sehen, wenn sie Deinen Betrieb auf Google oder Google Maps suchen. Ein vollständiges Profil mit der richtigen Kategorie, aktuellen Öffnungszeiten, Fotos, einem Speisekartenlink und frischen Bewertungen entscheidet darüber, ob jemand auf Deinen Betrieb klickt oder zum nächsten weiterscrollt.
Wie sorge ich dafür, dass Gäste meinen Betrieb auf Google finden? Und wo fange ich an, wenn ich mein Profil aktualisieren will? Die meisten Gastronomen füllen das Profil bei der Eröffnung aus und schauen danach nicht mehr rein. In der Zwischenzeit ändern sich Öffnungszeiten, die Speisekarte wechselt und eine Urlaubsnotiz vom vergangenen Sommer steht immer noch im Profil. Gäste, die auf dem Handy nach “Sushi in der Nähe” suchen oder ChatGPT fragen, welches Restaurant in der Straße geöffnet hat, sehen Dein Profil als ersten Eindruck Deines Betriebs. Stimmt etwas nicht, wählen sie den Betrieb, der aktueller aussieht.
Unten findest Du die zwölf Punkte, die Dein Profil vollständig und aktuell machen. Arbeite sie der Reihe nach ab. Danach suchst Du Deinen Betrieb so, wie ein Gast es tut, und prüfst, ob alles so erscheint, wie Du es gemeint hast.
Warum Dein Unternehmensprofil der wichtigste Eintrag Deines Betriebs ist
Google ist der Ort, an dem ein Gast anfängt. Nicht immer mit dem Namen Deines Betriebs, sondern mit dem, was er essen möchte: “Poke Bowl in der Nähe”, “Italiener jetzt geöffnet”, “Restaurant mit Terrasse Berlin”. Google zeigt dann eine Kartenansicht mit drei Ergebnissen, und diese Auswahl hängt fast vollständig am Unternehmensprofil des Betriebs selbst. Deine Website zählt mit und Social Media hilft, aber das Profil ist das, was ein Gast auf seinem Handy sieht, wenn er entscheidet, wo er heute Abend essen geht.
Diese Reichweite wächst, und sie wächst schneller, als die meisten Gastronomen es mitbekommen. KI-Suchmaschinen wie ChatGPT und Claude beziehen ihre Restaurantinformationen teilweise aus denselben Unternehmensdaten. Das Profil, das Du bei Google pflegst, wird also auch das Profil, das ein KI-Assistent vorliest, wenn jemand fragt, wo er heute Abend essen kann. Wir hören in Gesprächen mit Gastronomen immer häufiger, dass sie überrascht sind, wie viele Gäste über diesen Weg kommen, ohne dass sie selbst etwas dafür getan haben.
Dass sich die Pflege lohnt, zeigen die Zahlen. BISOUS verzeichnete nach der Optimierung des Profils einen Anstieg von 189 % bei den Kartenaufrufen und 31 % mehr Klicks auf die Speisekarte. Schmidt Zeevis notierte 25 % mehr Impressionen, 29 % mehr Routenanfragen und 11 % mehr Anrufe aus den Suchergebnissen. Ein teures Marketingbüro war dafür nicht nötig. Beide Betriebe pflegen ihr Profil konsequent und an den richtigen Stellen.
Die Checkliste: Dein Profil in 12 Schritten
1. Profil beanspruchen und verifizieren
Gehe auf business.google.com und prüfe, ob Du das Profil Deines Betriebs verwaltest. Steht es auf dem Namen eines früheren Inhabers oder einer externen Agentur, dann fordere die Verwaltung an. Welche Verifizierungsmethoden Du bekommst, legt Google fest: ein Video Deines Betriebs, ein Anruf, eine SMS, eine E-Mail oder eine Postkarte mit Code. Wird Dir die Video-Verifizierung angeboten, nimm sie. Google empfiehlt sie selbst. Ohne Verifizierung kannst Du Deine Daten nicht bearbeiten, und Google behandelt Dein Profil als unbestätigt. Gäste, die Dich so finden, vertrauen dem Eintrag weniger.
2. Die richtige Kategorie wählen
Deine Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchanfragen Dein Profil erscheint. “Restaurant” ist breit gefasst; “Griechisches Restaurant”, “Pizzeria” oder “Bistro” sagt Google genau, was Dein Betrieb ist. Füge ein oder zwei Unterkategorien hinzu, wenn Dein Betrieb mehr abdeckt, etwa “Imbiss” oder “Catering”. Eine falsche Kategorie platziert Dein Profil bei den falschen Mitbewerbern, und das kostet Dich Aufrufe bei genau den Gästen, die nach Deiner Küche suchen.
3. Name, Adresse und Telefonnummer: überall identisch
Dein Betriebsname, Deine Adresse und Deine Telefonnummer müssen exakt übereinstimmen, auf Deinem Profil, Deiner Website und jedem anderen Eintrag. Google gleicht diese Daten ab und wertet eine Abweichung als Unsicherheit. Google verlangt den Namen, der an Deiner Fassade, auf Deiner Website und auf Deiner Speisekarte steht. “Ristorante Da Mario” im Profil und “Da Mario” auf der Website ist also schon eine Abweichung. Achte auch auf die Schreibweise der Straße: “Friedrichstraße” statt “Friedrichstr.” zählt als Unterschied.
4. Öffnungszeiten: vollständig, einschließlich Feiertage
Trage Deine regulären Zeiten für jeden Wochentag ein, einschließlich der Tage, an denen Du geschlossen hast. Füge abweichende Zeiten für Feiertage, Betriebsferien und saisonale Schließungen hinzu. Google zeigt eine Meldung, wenn ein Betrieb möglicherweise geschlossen ist, und diese Meldung schreckt Gäste ab, bevor sie Deine Speisekarte angesehen haben. Ändern sich Deine Zeiten je nach Saison, dann setze Dir eine Erinnerung, sie anzupassen. Ein Gast, der an einem kalten Sonntagabend vor einer geschlossenen Tür steht, hinterlässt eine Bewertung, die Dir nichts bringt.
5. Eine Beschreibung Deines Betriebs schreiben
Deine Beschreibung darf maximal 750 Zeichen lang sein. Beginne damit, was Dein Betrieb ist und wofür er bekannt ist, nenne die Art der Küche und Dein Viertel oder Deine Straße. Vermeide werbliche Sprache wie “das beste Restaurant der Stadt”. Google kann eine Beschreibung ablehnen, die wie Werbung klingt. Leser überspringen solche Sätze ohnehin. Beschreibe Deinen Betrieb so, wie ein Stammgast ihn einem Freund beschreiben würde: die Küche, die Atmosphäre und was Dich vom Betrieb nebenan unterscheidet.
6. Fotos: vom Betrieb, der Speisekarte und dem Team
Lade mindestens zehn Fotos hoch und halte sie aktuell. Die Außenansicht Deines Betriebs, das Interieur, zwei oder drei Gerichte von Deiner aktuellen Speisekarte und mindestens ein Foto Deines Teams. Gäste entscheiden nach dem, was sie sehen, und ein Profil ohne eigene Fotos weckt weniger Vertrauen als eines mit einer veralteten Speisekarte. Mache die Fotos bei Tageslicht und verwende keine Stockbilder. Google verlangt Fotos, die Deinen Betrieb so zeigen, wie er ist. Gäste erkennen Stockbilder ohnehin.
7. Speisekarte mit aktuellen Preisen
Füge Deine Speisekarte über den Reiter “Speisekarte” in Deinem Profil hinzu. Trage die Namen Deiner Gerichte ein, eine kurze Beschreibung und den aktuellen Preis. Passt Du die Speisekarte an, aktualisiere sofort auch das Profil. Ein Gast, der online einen Preis sieht und am Tisch einen anderen Betrag bekommt, schreibt das in seine Bewertung. Es kostet zehn Minuten und verhindert eine Beschwerde, die monatelang sichtbar bleibt.
8. Attribute und Merkmale einstellen
Google bietet Dutzende Attribute für Gastronomiebetriebe: Terrasse, Abholung, Lieferung, WLAN, Rollstuhlgerecht, Haustiere willkommen, Live-Musik. Gäste filtern ihre Suchanfragen nach diesen Merkmalen. Ist “Terrasse” nicht aktiviert, obwohl Du eine hast, dann erscheinst Du nicht, wenn jemand “Restaurant mit Terrasse” sucht. Nimm Dir fünf Minuten und aktiviere alles, was auf Deinen Betrieb zutrifft.
9. Bestell- oder Reservierungslink hinzufügen
Google lässt Dich eine direkte Aktionsschaltfläche einrichten: einen Link zu Deiner eigenen Bestellseite oder Deinem Reservierungssystem. Diese Schaltfläche steht an der auffälligsten Stelle Deines Profils. Ein Gast kann dort sofort bestellen oder reservieren, statt weiter zu suchen. Verlinkt Deine Schaltfläche auf Deine eigene Bestellseite, dann bleiben der Gast und die Marge bei Dir, statt bei Lieferando oder Wolt.
10. Vorgeschlagene Änderungen prüfen
Gäste können Änderungen an Deinem Profil vorschlagen. Auch Google passt Angaben selbst an, wenn andere Quellen etwas anderes melden. Muss ein Vorschlag von Dir geprüft werden, bekommst Du eine E-Mail oder eine Benachrichtigung. Du hast dann vier Tage, um ihn anzunehmen oder abzulehnen. Reagierst Du nicht, kann Google die Änderung trotzdem übernehmen, wenn sie zu anderen Angaben im Netz passt. Was Google selbst geändert hat, erscheint beim Bearbeiten Deines Profils in Blau.
11. Bewertungen beantworten
Reagiere auf jede Bewertung, die positiven und die negativen. Ein kurzes Dankeschön bei fünf Sternen reicht: zwei Sätze und der Name des Gastes. Bei einer negativen Bewertung zeigt Deine Antwort allen, die mitlesen, wie Du mit Kritik umgehst. Das zählt für Gäste, die noch unentschlossen sind. Reagierst Du auf keine Bewertung, wirkt Dein Betrieb, als würde niemand mitlesen. Mehr dazu, worauf es bei der Antwort ankommt: Google-Bewertungen beantworten.
12. Updates und Posts veröffentlichen
Google Posts sind kurze Beiträge auf Deinem Profil: ein neues Saisonmenü, ein Event, ein Angebot. Google archiviert sie nach sechs Monaten. Dass Dein Betrieb aktiv ist, zeigt aber nur ein aktueller Post. Ein Post pro Woche reicht, damit Dein Profil aktuell aussieht.
Was die meisten Gastronomiebetriebe vergessen
Die zwölf Schritte oben sind die Basis. Hörst Du bei Schritt sechs oder sieben auf, steht das Profil, die Fotos sind hochgeladen und die Zeiten stimmen. Erst die Schritte danach machen aus einem Profil, das nur da steht, eines, das Gäste in Deinen Betrieb bringt.
Attribute sind der am meisten unterschätzte Bestandteil. Du hast eine Terrasse, die im Sommer jeden Abend voll ist, eine Kinderkarte und ein Separee für größere Gruppen, aber wenn das nicht als Attribut auf Deinem Profil steht, ordnet Google Dich diesen Suchanfragen nicht zu. Gäste, die nach “geeignet für Kinder” oder “Restaurant mit Terrasse” filtern, sehen Dich erst, wenn Du diese Merkmale aktivierst. Das Einstellen dauert fünf Minuten. Google prüft die Änderung meist innerhalb von etwa zehn Minuten, die Wirkung kann also schon am selben Tag einsetzen.
Dann die Speisekarte auf dem Profil. Eingestellt ist sie schnell, schwierig ist das Aktualisieren. Bei einer Änderung passen die meisten die Speisekarte am Tisch und auf der Website an. Das Profil bleibt oft, wie es war. Ein Gast sieht ein Gericht, das nicht mehr auf Deiner Speisekarte steht, bestellt es und hört am Tisch, dass es das nicht mehr gibt. Aus dieser Kleinigkeit wird eine negative Bewertung, die Du hättest vermeiden können. Dasselbe gilt für Saisonkarten und zeitlich begrenzte Angebote: Wenn sie auf dem Profil erscheinen, müssen sie auch wieder verschwinden, wenn die Saison vorbei ist.
Und schließlich die Posts. Fast niemand veröffentlicht regelmäßig einen Google Post. Das ist schade, denn es ist der einfachste Weg, Dein Profil aktiv aussehen zu lassen, für Gäste und für den Algorithmus, der bestimmt, wer oben steht. Ein Foto vom Wochenmenü, ein Beitrag über ein neues Mittagsgericht oder eine Ankündigung, dass die Terrasse wieder geöffnet ist. Lang muss so ein Beitrag nicht sein.
Wie Du prüfst, ob es funktioniert
Dein Profil ist ausgefüllt. Damit weißt Du aber noch nicht, was ein Gast tatsächlich sieht. Das kannst Du auf drei Wegen nachprüfen, und wir empfehlen alle drei.
Öffne ein Inkognito-Fenster in Deinem Browser und suche nach dem Namen Deines Betriebs. Prüfe, ob rechts das Profil mit den richtigen Zeiten, den richtigen Fotos und Deiner Telefonnummer erscheint. Suche danach nach einem allgemeinen Begriff, der zu Deinem Betrieb passt, etwa “Sushi München” oder “Italienisch Köln”, und schau, ob Du in den drei Kartenergebnissen erscheinst. Mache dasselbe auf Google Maps auf Deinem Handy, denn die Reihenfolge unterscheidet sich je nach Gerät und Standort. Was Du auf Deinem Laptop siehst, ist nicht unbedingt das, was ein Gast auf der Straße sieht.
Suche Deinen Betrieb auch bei einem KI-Assistenten. ChatGPT, Claude und Google AI Overviews nutzen dieselben Unternehmensdaten, um Restaurants zu empfehlen. Kommst Du dort nicht vor, fehlt etwas in Deinem Profil oder auf Deiner Website, das ein KI-Assistent braucht, um Dich empfehlen zu können. Der Unterschied liegt oft in der Beschreibung, der Kategoriewahl oder dem Fehlen frischer Bewertungen.
Der schnellste Weg zu sehen, wie Dein Profil abschneidet, ist der kostenlose KI-Scan auf ai.poweredbysous.com. Der Scan prüft Deine Sichtbarkeit auf Google, Maps und KI-Suchmaschinen in einer Übersicht und zeigt pro Bereich, was Du verbessern kannst. Gib den Namen Deines Betriebs ein und starte den Scan kostenlos.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Google Unternehmensprofil dasselbe wie Google My Business?
Ja. Google hat den Namen 2021 geändert. Der Dienst und die Funktionen sind dieselben; nur der Name und die Verwaltungsoberfläche wurden angepasst.
Kostet ein Google Unternehmensprofil Geld?
Nein. Das Erstellen und Verwalten Deines Profils ist kostenlos. Google verdient an der Werbung drumherum, nicht am Profil selbst.
Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren?
Prüfe Deine Daten und Öffnungszeiten mindestens einmal im Monat und passe sie bei einer Änderung der Speisekarte oder vor einem Feiertag sofort an. Veröffentliche außerdem jede Woche eine kurze Aktualisierung oder einen Post, damit Dein Profil aktiv bleibt.
Kann ich mehr als einen Standort verwalten?
Ja, jeder Standort bekommt ein eigenes Profil mit eigenen Zeiten, Fotos und Bewertungen. Lokale Sichtbarkeit mit mehreren Standorten erklärt pro Standort, was sich unterscheidet und wo es hakt.
Hilft SOUS Spotlight bei meinem Google Unternehmensprofil?
SOUS Spotlight hält Deine Daten auf mehr als 30 Plattformen konsistent, darunter Google. Es beantwortet Bewertungen in Deinem Ton und schickt Dir alle zwei Wochen einen Bericht über Deine Sichtbarkeit. Der kostenlose KI-Scan auf ai.poweredbysous.com zeigt Dir, wie Du aktuell dastehst.





